
Warum Happily Away
Wer bin ich ausserhalb meiner Routinen und meinem Alltag?
Was macht mich glücklich und zufrieden?
Und was genau hält mich davon ab meinen Träumen zu folgen?
Unter anderem diese Fragen trieben mich dazu an, mein Leben zu ändern. Aber natürlich war es ein längerer Prozess bis ich an den Punkt gelangte, der mich dazu brachte, den Mut aufzubringen mein Leben so radikal auf den Kopf zu stellen.
Als ich mit 24 Jahren meine Jugendliebe heiratete, war meine grobe Vorstellung vom Leben und meiner Zukunft: erfolgreich Karriere zu machen, eine Familie zu gründen und "äs Huus, en Baum, en Garte" zu haben. Mir war Erfolg sehr wichtig und so legte ich starkes Augenmerk auf meine Arbeit im Immobilienhandel um mich darin weiterzubilden und weiterzukommen. Das was ich damals noch dachte war, dass das Leben planbar sei - doch ich wurde ich eines Besseren belehrt. Kurz vor meiner Hochzeit wurde bei mir ein Tumor am linken Eierstock entdeckt, ich wurde operiert und es wurde dabei die Hormonstörung PCO diagnostiziert. Mein Kinderwunsch wurde damit in Frage gestellt. 4 Jahre lang habe ich mein Leben danach ausgerichtet, die Krankheit in den Griff zu bekommen, habe mit viel Sport und strikter Diät 20 Kilogramm verloren und versucht damit und auch mit Medikamenten meine Chancen auf Kinder zu erhöhen. Mit 29 Jahren und nach einer Fehlgeburt, wurde mir alles zu viel. Ich wollte wieder Leben und mich nicht mehr danach richten, meinen Körper dazu zu bringen, schwanger zu werden. Ich wollte akzeptieren, dass das Leben andere Pläne für mich hatte. Eins führte zum anderen und meine Ehe zerbrach. Und damit auch ein Stück von mir. Erstmals in meinem Leben war ich alleine und musste mich selbst wiederfinden - und zurechtkommen. Doch ich stürzte mich als allererstes in Parties, feierte das Leben, reiste, machte täglich Sport und blendete jeglichen noch vorhandenen, emotionalen Schmerz komplett aus. Bis er mich irgendwann einholte und mit Beginn des ersten Lockdowns zu Boden warf. Eine leichte Depression leerte mich Demut und nichts konnte mir zu dieser Zeit Ablenkung bieten. So reifte nach und nach der Wunsch in mir, mein Leben zu ändern und einen Traum zu leben der schon länger in mir brodelte. Denn Corona hat mir gezeigt, dass alles vermeintlich Sichere nicht Sicher ist. So wollte ich alle meine Sicherheiten aufgeben um mich in einem anderen Leben kennenzulernen. Um auch wieder bei mir anzukommen und das Glück in mir wiederzufinden. Denn unsere Zeit ist immer jetzt. Und ich will jetzt leben. Und hinfallen. Und auch wieder aufstehen. Ich will Dinge schaffen, für die mein Herz brennt. Ich will die Heldin in meiner eigenen Geschichte sein...
