Lost my heart in Puerto de la Cruz
- Sonia
- 9. Juni 2022
- 3 Min. Lesezeit
Anfang Mai kam eine Freundin zu Besuch. Wir waren die erste halbe Woche im Süden der Insel und genossen die Sonne und das Strandleben und unsere Wohnung mit grosser Terrasse.
Als wir dann Mitte der Woche in den Norden gewechselt sind, haben wir sofort gemerkt, wie es klimatisch ganz anders ist. Während wir in Adeje noch jeden Tag Sonnenstrahlen genossen, waren wir im Norden froh diese zwischendurch zu sehen. Deshalb fuhren wir an einem besonders bewölkten Tag auch einmal kurz mit dem Bus nach La Laguna um zu frühstücken. Kurz nachdem meine Freundin gegangen war, war noch Calima (warmer bis heisser Ostwind der vom afrikanischen Kontinent her weht), was ich auch gesundheitlich etwas gemerkt hatte, in dieser Zeit nicht viel unternahm und hauptsächlich an meiner Webseite arbeitete. Was auch sehr gut war bevor ich in Puerto wieder viele Leute kennen lernen konnte.
Mit einer Freundin, sie ist Italienerin und arbeitet selbständig remote, ging ich ab und an in Ihrer Arbeitspause frühstücken. Meist ging ich danach an den Strand und arbeitete am Abend wieder weiter.
An einem Samstag schrieb mir eine Freundin der Polin (sie kommt aus Schweden und wohnt in Barcelona) ob ich mit ihr Nachtessen gehen wollte. Also trafen wir uns in der Stadt und assen Paella. Danach nahmen wir einen Drink in einer Bar, wo sich viele digitale Nomaden versammelten. Ich wurde vorgewarnt, dass die Community hier jünger ist als in Las Palmas und dies war tatsächlich so. Das Durchschnittsalter war so gegen Anfang 20. Also ging ich später noch alleine weiter. Ich wollte tanzen gehen. Der bekannteste Club in Puerto für Salsa und Bachata kostet nur ca. 6 Euro Eintritt (mit einem Drink inklusive) und ich verbrachte die Nacht bis in die frühen Morgenstunden da.
Am nächsten Tag hatte ich vor an einem Women Circle mit Kakaozeremonie teilzunehmen. Ich hatte keine Ahnung was mich genau erwartete aber es war eine wirklich tolle Erfahrung. Die Zeremonie fand in einem "Anwesen" in Puerto de la Cruz statt, welches normalerweise auch ein Hostel und Retreat Ort ist. Es kamen vierzehn Frauen und wir bildeten als erstes einen Kreis. Ana, eine Nomadin aus Italien, leitete den Circle. Es gab zu Beginn eine Kakaozeremonie mit Meditation. Danach wurde eine Frage gestellt. Und alle konnten nacheinander erzählen, was ihnen dazu einfiel. Das Thema war: Was bereitet dir in schweren Zeite Mühe zu erhalten bzw entgegenzunehmen. Es wurde sehr emotional und zum Schluss sangen wir noch Mantras und liessen in Gesprächen den Circle ausklingen. Wir verstanden uns dabei so gut, dass viele von uns danach noch tanzen gehen wollten. Also sind wir zu fünft in eine kubanische Bar gefahren, haben gegessen, getrunken und Salsa/Bachata getanzt. Aus diesem Abend sind Freundschaften und Kontakte entstanden. Immer wieder danach habe ich einige der Frauen aus dieser Gruppe getroffen, waren am Strand oder beim Yoga.


Die Polin hatte an einem Wochenende ein Auto gemietet und wir wollten zu dritt, zusammen mit der Schwedin, die Insel nochmals etwas erkunden. Da ich aber am Freitag Abend eine etwas zu ausgelassene Party-Nacht hinter mir hatte, musste ich den Samstag erstmal absagen und ging einfach am Sonntag mit. Wir fuhren an einen wunderschönen Strand etwas weiter südlich von Puerto und genossen die Mittagszeit da. Danach gings weiter zum schönen Ort Masca, ein Bergdorf mit ca. 100 Einwohnern. Wir genehmigten uns ein sehr leckeres Abendessen und genossen die Zeit die wir noch miteinander hatten. Für die Schwedin war es das letzte Wochenende in Puerto, da sie danach wieder zurück nach Barcelona gehen würde, um sich da einen neuen Remote Job zu suchen. Was wir da noch nicht ahnten, dass ich bereits 3 Monate später sie in Barcelona wiedersehen würde.




Beim Women Circle lernte ich Ludovika kennen. Sie spielte Gitarre und ich fragte sie ob wir uns einmal treffen wollen um zusammen Musik zu machen. Ihr Freund war danach zu Besuch bei ihr (er wohnt in Valencia und sie hier in Puerto). So trafen wir uns im Taoro Park und verbrachten einige Zeit damit Musik zu machen und zu singen. Auch ging ich mit ihr in einen Fitness Kurs und genoss es unendlich, mich wieder einmal so richtig auszupow

Ich habe es geschätzt einen Monat so intensiv an einem Ort zu verbringen und habe mich in Puerto de la Cruz verliebt. Die Stimmung ist hier so angenehm ruhig und trotzdem hat man alles was glücklich macht. Ich wohnte in einem Viertel mit dem Namen La Paz und von da genoss ich die Spaziergänge mit wunderschöner Aussicht zum Meer.

Der botanische Garten befand sich ganz in meiner Nähe. Auch zum Meer und dem Zentrum von Puerto war es nur ca. 20 Minuten zu Fuss. Ausserdem hat Puerto ein aktiveres Nachtleben als Las Palmas und ich habe so viele tolle Menschen kennen gelernt.













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