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Las Palmas: WG Leben und Nomadentreffen

  • Sonia
  • 22. Apr. 2022
  • 5 Min. Lesezeit

Am Samstag wechselte ich dann erneut die Unterkunft. Über eine Facebook Gruppe habe ich ein sehr günstiges WG Zimmer in Las Palmas direkt am Las Canteras Beach gefunden. Das Zimmer gehört einem Paar, welches seid einem Jahr in Gran Canaria wohnt. Sie arbeiten beide Remote. Er ist aus Holland und sie aus Frankreich. Ich habe die Schlüssel bereits einen Tag vorher bei den beiden abgeholt, um dann am Samstag in Ruhe umziehen zu können. Sie haben eine Woche Ferien, weshalb sie mir ihr Zimmer vermieten konnten.


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Meine WG Mitbewohnerin in dieser Zeit ist Kirsten. Sie ist 25 Jahre alt und aus Deutschland. Sie war aufgrund ihres Studiums auf der Suche nach einer Praktikumsstelle. Von Deutschland aus hatte sie sich deshalb für eine ausgeschriebene Stelle hier an einer Surfschule beworben und dieses auch bekommen. Als erstes zog sie in ein Hostel und von da aus hat sie dann nach einer WG gesucht, da sie mehr Ruhe für die Bachelorarbeit wollte und natürlich auch die Preise auf Dauer damit etwas günstiger sind. Sie möchte nach ihrer Zeit in Gran Canaria am liebsten irgendwo im Ausland einen Job im Tourismus annehmen.

Das Leben in einer WG hat mir extrem gut gefallen. Auch wenn wir uns nicht allzu häufig gesehen haben. Meist ist Kirsten vor mir aus dem Haus gegangen und ich bin oftmals erst nach ihr wieder nach Hause gekommen. Trotzdem hatten wir eine gute Zeit wenn wir uns sahen und uns immer einiges zu erzählen.


Mit Schrecken hatte ich dann in dieser Woche noch festgestellt, dass mir meine Jacke fehlt. Ich musste sie irgendwo liegen gelassen haben. Nach einigem Suchen und Nachfragen bei verschiedenen Personen war klar, dass ich sie in Maspalomas bei Naty vergessen habe. Somit musste ich an einem Tag erneut nach Maspalomas fahren um die Jacke zu holen. Dies habe ich an einem Samstag gemacht. Ich nahm also den Bus - und nach einigen Busfahrten hier in Gran Canaria kann ich sagen, ich bin nicht der grösste Fan von Busfahren auf dieser Insel. Ich kam nach ca. 2 Stunden (für eine Strecke von ca 35 Minuten) in Maspalomas an. Da holte ich meine Jacke bei Naty ab. Danach kam mich Nau (der Einheimische von Aguimes) in Maspalomas abholen und wir fuhren quer über die Insel.


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In einem Bergdorf assen wir etwas. Nau bestellte für uns Ropa Vieja. Ein Nationalgericht von hier, was mir extrem gut geschmeckt hat. Ausserdem papas arrugadas und Pollo.



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Auf der Strecke zeigte er mir wunderschöne Orte mit Aussicht und da wir sehr spät losgefahren waren, hatten wir Angst nicht vor Sonnenuntergang am Zielort anzukommen. Doch wir schafften es genau pünktlich nach Tamadaba. Es handelt sich dabei um ein weitläufiges Naturgebiet mit Kiefernwäldern, schroffen Felswänden und Wanderwegen mit wunderschönem Weitblick bis hinüber nach Teneriffa. Wir wanderten also durch diese Kiefernwälder und ich war komplett sprachlos als wir beim Aussichtspunkt ankamen. Ich hatte noch nie einen solch schönen Sonnenuntergang mitansehen können.


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Ich wunderte mich noch darüber, dass kurz nach Sonnenuntergang die anderen wenigen Zuschauer die dort waren, gingen. Ich wollte noch bleiben um die Stimmung zu geniessen. Irgendwann realisierte ich aber dass der Wald ja nicht beleuchtet ist und wir im Dunkeln wieder zum Auto finden müssen. Es war ein ziemlich lustiger Rückweg vorallem weil mir Nau ständig versicherte, dass es hier nur zur Dekoration sei, dass Schilder wie "Menschen verboten" an verlassenen Waldhütten hängen. Wir hatten Glück und fanden den Rückweg wieder und fuhren mit dem Auto zurück nach Las Palmas.


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Erst um 23 Uhr kamen wir dann bei mir zuhause an und stürzten uns danach noch etwas ins Nachtleben von Las Palmas.

Am Dienstag ging ich auf eine weitere Entdeckungstour der Stadt. Ich spazierte quer durch Las Palmas und machte halt in einem Park in der Nähe des Hafens. Danach wollte ich zum Leuchtturm auf der anderen Seite gehen und stiess dabei auf den Playa El Confital. Dies war von da an mein absoluter Lieblingsort in Las Palmas und bei jeder freien Gelegenheit nahm ich den doch etwas weiteren Weg auf mich, um mich dort dem Zusehen der Brandung und dem Rauschen des Meeres hinzugeben.


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Am Dienstag Abend wurde ich von einer Einheimischen (sie heisst Lara) zu sich nach Hause eingeladen. Eigentlich wollten wir bereits die Woche davor etwas zusammen unternehmen aber sie hatte Corona. Sie wohnt auf der anderen Seite von Las Palmas und da Busfahren hier in Gran Canaria bekanntlich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört, nahm ich ein Taxi dorthin. Aber auch Taxifahren ist hier teilweise ein Erlebnis, wenn man nicht zu einer Touristenattraktion fahren möchte sondern eine Wohnadresse dem Taxifahrer angibt. Schlussendlich erklärte ich dem Taxifahrer den Weg und wir hatten eine lustige Hinfahrt. Lara war mit ihren Freunden bereits da und wir assen auf der Dachterrasse ihres Hauses. Wir waren ca 9 Personen und alle waren untereinander seit längerem befreundet. Lara ist Krankenschwester in einem Krankenhaus in Las Palmas. Sie arbeitet 3 Tage die Woche jeweils 12 Stunden aber ihr grösster Wunsch ist eine Zeit lang nach Norwegen zu gehen. Die meisten ihrer Freunde arbeiten als Programmierer und können auch Remote arbeiten. Ein Freund von ihr ist Pilot. Er arbeitet für eine Skydiving Firma und ich habe mit ihm vereinbart, dass wenn ich nochmals nach Gran Canaria zurückkomme, ich bei ihm einen Tandem Flug machen werde. Im Verlauf des Abends gingen wir dann zu Lara in die Wohnung um Brettspiele zu spielen. Es war ein extrem lustiger Abend vorallem da die Brettspiele natürlich alle in Spanisch waren. Leider gab es auch die Rubrik Spanische "Brands", welche uns zum Lachen brachte, da ich selbstverständlich keine Ahnung von zB spanischen Waschmaschinen Brands oder Bauhäusern habe.


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Ansonsten habe ich mit der Polin und der New Yorkerin viel Zeit verbracht. Wir waren am Strand, haben zusammen Yoga gemacht oder waren Pizza essen. Jeweils am Donnerstag ist in einem Hotel in Las Palmas eine Rooftopparty für digitale Nomaden. Da mir der Mexikaner geschrieben hat, ob wir uns da treffen, bin ich mit der Polin und der New Yorkerin zusammen hin. Viele Gesichter kannte man bereits von anderen Anlässen und mit einigen sind wir danach noch in die Stammkneipe der Digitalen Nomaden: in die San Remo Bar. Es war ein lustiger und spannender Abend mit vielen neuen Bekanntschaften.



Die Polin hat in der Zwischenzeit entschieden ebenfalls bald nach Teneriffa weiterzureisen somit werden wir uns da wieder sehen. Ausserdem möchte sie im Herbst allenfalls nach Mexico und da dies ebenfalls auf meiner Liste steht, haben wir uns gesagt, dass wir in Kontakt bleiben um vielleicht zusammen hinzugehen.


An meinem Tag der Abreise aus der WG kam aber von meiner Mitbewohnerin noch die Nachricht, dass sie nun auch positiv auf Corona getestet wurde und ab sofort zuhause in Quarantäne ist. Ich hoffte einmal mehr, dass meine Abwehrkräfte ausreichen und ich mich nicht anstecken würde...

 
 
 

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